In meiner niederländischen Heimat hat das Wort klaar eine doppelte Bedeutung: In erster Instanz bedeutet klaar fertig. In zweiter Instanz wird es wie das deutsche Wort klar, im Sinne von transparent genutzt. Für mich steht die Wortkonstruktion Führungsklaar für transparente Kommunikation im Führungsalltag. Sie führt (auch) dazu, dass sobald die Botschaft klar kommuniziert wurde, das Gespräch auch beendet werden kann, die Führungskraft also klaar im Sinne von fertig ist.

Im Alltag erlebe ich häufig das Gegenteil von führungsklaar. All zu oft kommunizieren Führungskräfte in Personalgesprächen und Teamkonflikten nicht klar genug, was genau sie von ihrem Mitarbeiter wollen. Sie „eiern herum“ und liefern Argumente nach Argumenten um ihre Forderung zu untermauern. Dadurch wird der Fokus immer mehr auf die Argumente gelenkt anstatt auf die Forderung selbst. „Pfiffige“ Mitarbeiter nutzen dann die Argumente als Sprungbrett in ein anderes Thema und lenken so – bewusst oder unbewusst – von der eigentlichen Forderung ab. Die Führungskraft ist dann weit entfernt vom klaar-sein. Im Gegenteil, es entsteht häufig eine ausführliche Diskussion rundum das eine oder andere Argument.

Das Bild dazu:

Ein Hühnerstall. Ziel des Hühnerhalters (Führungskraft) ist es, die Hühner in den Legestall zu bewegen, damit sie Eier legen. Die Führungskraft streut Hühnerfutter (Argumente), um die Hühner zum Legestall zu bewegen. Die Hühner picken gierig und gackernd auf dem Futter herum und mit jedem Futterkorn verlieren sie den Fokus (Forderung, sich in den Legestall zu begeben um dort Eier zu legen).

Die Lösung auf dem Weg zu Führungsklaar:

Benennen Sie in den ersten 5 Sätzen klar das Thema und das Ziel.

Institut Synergie GmbH

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